Star World Tour Reporter
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An der Turquoise Bay


Nach dem Kauf eines vier wöchigen Nationalpark Pass von West Australien am Morgen danach, (Die meisten Nationalpärke in WA haben eine Eintrittsgebühr von 10 $/ Tag, so das der vier wöchige Pass mit 35 $ einiges günstiger kommt, wenn man viele davon besuchen will) fuhren wir zum Turquoise Bay. Nur wenige Meter nach dem schneeweissen Sandstrand, konnten wir im klarblauen Meereswasser ein kleiner Teil des Ningaloo Reefs erkunden.
Dabei sahen wir viele grosse und kleine farbige Fische, Rochen, Seegurken, Seesterne und natürlich die Korallen. Wir fuhren dann noch tiefer in den Cape Range NP bis zum Yardie Creek, wo wir einen kleinen Spaziergang am Rande des Gorge (Schlucht) genossen.
Auf der Rückfahrt zum North West Coastal Highway besuchten wir noch die wunderschönen Sanddünen des Marine Parks und das Vlaming Head Lighthouse.


Am Point Quobba Blowhole.

Am 3. Dezember 06 fuhren wir eine ziemliche Strecke, bis wir beim Point Quobba Blowhole ankamen. Dort betrachteten wir lange das tobende und stürmende Meer, welches meterhoch an den Klippen hinaufprallte und durch die vielen Löcher im Küstenfels herausspritzte.
Kurz nach Sonnenuntergang fuhren wir etwas abseits der Strasse in ein Buschgebiet. Am nächsten Morgen fuhren wir noch die letzten Kilometer bis Carnarvon weiter. Dort verbrachten wir den ganzen Tag in der Bibliothek. Am Abend, schauten wir uns noch das "One Mile Jetty" von 1897 an. Dies ist ein 1,6 Km langer Holzsteg, welcher heute nur noch von Fischern und den Touristen gebraucht wird.


Weihnachtskalender.

Am 5. Dezember 06 fuhren wir fast 300 Km, bis kurz vor Denham. Unterwegs besuchten wir noch das Hamelin Pool, bei welchem wir die Shell Quarry (Muschelsteinbruch) und die Stromatoliten besuchten. Stromatoliten sind eine Art harte Gewächse, welche vor 3.5 Billionen Jahren zu wachsen begannen. Im Durchschnitt wachsen diese 1 cm pro 30 Jahren. Sie scheiden Sauerstoff aus, was man gut beobachten kann, wenn sie mit Wasser bedeckt sind.
Am Abend bastelten wir, wie schon an vielen Abenden bis um 02.00 Uhr morgens an den sechs Weihnachtskalender für unsere Eltern/Grosseltern herum.


Am Shell Beach.

Am nächsten Tag besuchten wir den Shell Beach. Dies ist kein gewöhnlicher Sandstrand, sondern besteht aus Billionen von kleinen Muscheln, welche sich im Verlauf der Zeit dort angesiedelt haben. Der ganze Muschelstrand hat eine Länge von 110 Km und hat teilweise eine 8-10 Meter tiefe Schicht.
Am Nachmittag kamen wir in Monkey Mia an, dies ist der berühmteste Ort in Australien, wo man wilde Delfine sehen und füttern kann. Diese werden seit 1960 dort gefüttert und kommen daher morgens früh immer an den Strand. Da wir erst am Nachmittag dort ankamen, war es zu spät um die Delfine zu sehen. Anschliessend machten wir einem langen Spaziergang am Beach entlang und fuhren zurück Richtung Denham.
Kurz vor Dorfeinfahrt bogen wir in den Francois Peron National Park ab. Nur sechs Kilometer weiter besuchten wir das Homestead. Dort sahen wir einige alte Gebäude, unter anderem auch den Stall, worin früher einmal Schafe geschoren wurden. Dort lernten wir zwei reisende Schweizer kennen, Armin & Claudia. Bei einem gemütlichen Essen zusammen in unserem Apöllchen, tauschten wir viele spannende Erlebnisse aus.


Delfine am Monkey Mia.

Am 7.Dezember 06 um 6.00 Uhr ging unser Wecker. Schon kurze Zeit später waren wir am Strand von Monkey Mia, wo schon sicher 50 andere Touristen auf die Delfine warteten. Nach fast zwei Stunden Wartezeit kamen sie angeschwommen. Zu unserer Begeisterung hatte es unter den ca. zehn Delfinen noch ein einwöchiges Junges dabei.
Nach der ersten Fütterung trafen wir noch ein junges Pärchen an, mit welchen wir etwas plauderten. Als wir die zweite Fütterung um kurz vor 11.00 Uhr auch noch zugeschaut hatten, fuhren wir aus Monkey Mia hinaus.
Zurück im kleinen Dörfchen Denham, wollten wir noch Wasser tanken. Doch leider fanden wir während der ganzen Fahrt keinen einzigen Tropfen zum auffüllen, da im Umkreis von 400 Km nur Salzwasser aus den Wasserhähnen kam, da das Grundwasser aus Salzwasser bestand. (Doch für den eigenen Gebrauch haben die Einheimischen Entsalzungsanlagen)


Kalbarri Nationalpark.

Am 8. Dezember 06 besuchten wir früh morgens den Kalbarri Nationalpark. Nachdem wir über das Hawks Head Lookout geschaut hatten, fuhren wir weitere 16 Km auf holpriger Sandstrasse in den Park hinein.
Am Ende dieser Strasse unternahmen wir eine vierstündige Wanderung, (The Loop) um den Marchison River. Für uns war dies sehr faszinierend, da dieser Weg viel Abwechslung zu bieten hatte. Mit fast leerem Dieseltank schafften wir es gerade noch bis ins nächste Dörfchen Kalbarri. Nach einer kurzen Besichtigung des Dorfes, fuhren wir weiter südlich in Richtung Geraldton.


Rodeo in Australien.

Kurz vor dem Mittag kamen wir im windigen Geraldton an. Wir freuten uns sehr, als wir beim Visitor Center vom bevorstehenden Rodeo zu hören bekamen. Voller Freude fuhren wir also zu diesem Rodeo Gelände. Zu unserem erstaunen konnten wir sogar direkt vor dem Gitter des Schauplatzes parkieren, so das wir das Spektakel von unserem Camper aus mitverfolgen konnten.
Es war ein sehr lustiges Rodeo im Vergleich zu dem was wir in Amerika erlebt haben. Die "coolen" Cowboys waren meistens nur weinige Sekunden auf den wilden und tobenden Pferden / Stieren, hingegen das anschliessende Einfangen der Tiere dauerte meistens mehrere Minuten lang und war fast noch spannender als das eigentliche Rodeo.
Anschliessend fuhren wir zurück ins Dorf, wo wir uns noch das H.M.A.S Sydney II Memorial anschauten. Dies ist eine Gedenkstätte für die 645 Männer, welche am 19. November 1941 im sinkenden Kriegschiff ums leben kamen, ihre Leichen wurden jedoch nie gefunden. Auch begutachteten wir das rotweisse 34 Meter hohe "Point Moore Lighthouse". Es wurde 1879 gebaut und sein Licht strahlt noch heute bis 26 Km ins Meer hinaus.


Giftige Schlangen.

Am Morgen des 10. Dezember 06 verliessen wir Geraldton und fuhren der Küste entlang bis Cervantes. Unterwegs begutachteten wir noch einer von vielen "Leaning Trees", das sind Eukalyptus Bäume, welche vom ständig herrschenden Südwind niedergedrückt wurden und so nie gerade wachsen konnten.
Wir fuhren dann in den Nambung Nationalpark, wo wir die Pinnacle Desert besuchten. Auf dem Weg dorthin konnten wir noch eine Tiger Snake auf der Strasse beobachten. Zum guten Glück folgte Marcel nicht Claudias gutgemeintem Rat die wunderschöne Schlange mit einem Holzstock von der Strasse zu bergen, den wie wir später erfuhren, ist diese eine der zehn giftigsten und tödlichsten Schlangen der Welt... Wenn diese Schlange einem beisst, muss man schnellstens reagieren, denn es bleiben einem nur wenige Minuten, um zum Gegengift im Spital zu kommen. Wer dies nicht schafft, ist normalerweise tot.
Wir fuhren anschliessend zwei mal durch diesen schmalen Sandweg, um die vielen Säulen der Pinnacle Desert im Sonnenuntergangsspektakel zu betrachten.
Diese Säulen entstanden vor sehr langer Zeit. Sand und Muscheln wurden über Jahrhunderte zusammengepresst und die Wurzeln der vielen Wüstenbüsche verursachten Risse im Boden. Das Wasser spülte die weicheren Schichten aus und der Wind half kräftig mit, so das schlussendlich nur noch die steinharten Säulen stehen blieben.


Windturbinen - Emu Downs Wind Farm.

Bei windigem Wetter fuhren wir am nächsten Morgen weiter. Ein Besuch bei der "Emu Downs Wind Farm" lag auf dem Programm. Dabei konnten wir einige der Windturbinen bei ihrer "Arbeit" zuschauen.
Diese Windräder drehen erst seit Oktober von diesem Jahr und wurden vorher innert 16 Monaten gebaut. Mit den 48 Turbinen, welche auf einer Höhe von 68,5 Meter sind ( jede mit 1.65 MW Produktionskapazität ) können heute 50'000 Haushalte in der Umgebung von Perth mit Strom versorgt werden. Die einzelnen Blätter gehören mit je 41 Metern Länge, zu den grössten der Welt.
Dieses 180 $ Millionen Projekt hat aber nur eine Lebensdauer von 25 Jahren. Dies ist nicht wirklich lange, wenn man doch bedenkt, das mehrere hundert Tonnen an Stahl verbaut wurden. Alleine in jedem einzelnen Fundament befinden sich mehr als 12 Tonnen Armiereisen, welche in 270 m3 Beton eingegossen sind!
Die Motorengondel wiegt 51 Tonnen und ein einzelnes Propellerblatt 7.5 Tonnen. Leider ist das Gewicht des Turmes nicht angegeben, scheinbar würde es den "Grünen" einen jahrhundert Schock geben wenn sie diese Tatsache lesen würden...! ! ! Und so wie es scheinbar hier aussieht, ( die Informationstafeln vor Ort erzählen einem NUR die "Grünen" und Umweltfreundliche Aspekte der Windenergie Erzeugung, so das eigentlich Jeder das Gefühl haben muss, das hier wirklich NUR GRÜNER STROM fliesst... ) braucht es keine Energie um Stahl / Eisen herzustellen...?!
Dazu kommt auch noch, dass Eisenerzgewinnung gar nicht so umweltfreundlich und "Grün" ist. Dies haben wir ja nun schon mehrmals selber eins zu eins bei den riesen Eisenerzminen ( Newman und Tom Price, um nur zwei von vielen zu nennen ) gesehen, den hier werden ganze Bergketten abgebaut und dies natürlich mit "Solarmobilen" welche über 400 Tonnen schwer sind, einen Dieseltank haben von mehr als 2'500 Litern, welcher mehrmals am Tag nachgefüllt werden muss... Vermutlich müssen sie den Tank von Zeit zu Zeit nachfüllen, da der Diesel einfach so verdunstet... Schlussendlich wird das ganze Eisenerz mit DIESEL Lokomotiven mehrere hundert bis tausend Kilometer durch Australien transportiert, wo dann erst das Eisen gewonnen wird! Doch das ganze nennt man tatsächlich "grüne" Energie...


Australiens Koalas.

Nach 170 weiteren Kilometern und Hunderten von Graspalmen, kamen wir im Yanchep National Park an. Dort konnten wir von einem Steg aus Koalas beobachten. Wir beobachteten sie eine lange Zeit und warteten darauf, das sie aktiv werden. Doch viel mehr als einmal Lagewechsel gab es nicht. Erst in der Abenddämmerung wurden einige aktiv und bewegten ihr Hintern zu den saftigen Eukalyptusblättern, wo sie dann gemütlich Blatt für Blatt in ihr lustiges Mund steckten.
In der Zeit, in der wir auf die Aktivität der Koalas warteten erfuhren wir einige interessante Fakten über sie. Die Tragezeit beträgt nur 35 Tage. Das junge Koala ist bei der Geburt knapp 5 cm lang und extrem unterentwickelt. Während den ersten 5-6 Monaten lebt und frisst es in der Bauchtasche der Mutter.
Erst nach 8 Monaten ist das Junge mit allem ausgestattet was es im späteren Leben braucht. Danach geht es noch weitere 3 bis 4 Jahre bis der Koala vollständig ausgewachsen ist. In diesem Alter beträgt das Gewicht der Männchen bis 13,5 Kg und die Weibchen können bis 10 Kg schwer werden. Sie können bis zu 15 Jahre alt werden.


Perth.

Am 12. Dezember 06 fuhren wir noch die letzten Kilometer, bis wir in Perth ankamen. Mit 1,5 Millionen Einwohnern, ist Perth die Hauptstadt von West Australien. Wir unternahmen eine Stadtrundfahrt und am Abend bei Dunkelheit betrachteten wir das Downtown von Perth vom Kings Park aus. Speziell dort fiel uns extrem auf, wie viele deutschsprachige Touristen hier in Australien eigentlich reisen. So hörten wir aus jeder Ecke "heimelige" Wörter.
Im Gegensatz zu unserer vorherigen einjähriger Amerikareise, auf welcher wir nur etwa 10 Schweizer / Deutschen begegneten, waren es hier sicher schon über Hundert. Da wir uns inmitten so vieler Touristen nicht wohl fühlten, fuhren wir am nächsten Nachmittag, nach einem Service an unserem Apöllchen, weiter in Richtung Süden.


Spinnen und telefonieren.

Am 14. Dezember 06 schrieben wir bis spät in den Nachmittag Weihnachtskarten. Anschliessend fuhren wir noch 80 Km bis nach Yalgorup. Am nächsten Tag ging es wieder gleich weiter und nachdem alle unsere Karten fertig geschrieben und verziert waren, fuhren wir zur Post wo wir sie nach einem kleineren "Tamtam" abschicken konnten.
Anschliessend fuhren wir in Richtung Südwesten. Beim Tuart Forest National Park machten wir Halt, um eine kleinere Wanderung durch ein Possum (Kleines Tier, welches auf Bäumen lebt) Gebiet zu unternehmen. Doch da es schon Dunkel wurde und wir wieder einmal einige Spinnen sahen, liessen wir es sein.
Bei Dunkelheit fuhren wir noch fast bis Margaret River. Unterwegs telefonierten wir wieder einmal für einige Stunden mit unseren Eltern, währenddessen mehrere schreckliche Spinnen die Telefonkabine mit uns teilten.


Süssigkeiten, Autorennen und Karri Bäume.

Nach einem kurzen Einkauf am folgenden Morgen in Margaret River, erkundeten wir zu Fuss das Dorf. Dabei konnten wir in der Fudge Factory einige Caramels und Toffees probieren.
Gegen Abend fuhren wir dann zum Speedway, wo wir uns ein einheimisches Autorennen anschauten. Dabei fuhren verschiedene Kategorien. Die Formula 500's (kleinen Gokarts), West Coast Series Rd 4 (frisierte 4 Zylinder Rennwagen) und V8 Dirt Modifieds (kleine V8 Rennwagen). Leider mussten sie nach fast jedem Durchlauf die Rennstrecke ausplanieren, so dass das Rennen eher zur Nebensache wurde.
Nach einem windigen Spaziergang an der Küste vor Margaret River und dem Beobachten vieler Krabben, fuhren wir am Mittag des 17. Dezember 06 weiter. Danach erkundeten wir auf dem "Karri Forrest Explorer Trail" den Karri Wald. Für uns war es sehr spannend, wieder einmal so grosse Bäume, ähnliche wie in Amerika, zu sehen.
Der Karri Baum (Eucalyptus diversicolor) wird bis zu 90 Meter hoch und ist somit der grösste Baum in West Australien und einer der grössten Bäume auf der Welt (der kalifornische Küsten Redwood, ist der grösste auf der Welt, mit mehr als 110 Metern Höhe). Das Holz ist bekannt für seine Härte und wurde häufig gebraucht um Brücken und Schiffsstege im Meer zu bauen. Mit 100 Jahren, hat ein Karri seine optimale Grösse erreicht, um gefällt zu werden.


Cape Leeuwin Lighthouse - 110 jähriger Leuchtturm.

Wir fuhren danach in den südlichsten Punkt von Westaustralien, zum Cape Leeuwin Lighthouse, welches 9 km ausserhalb von Augusta liegt. Der Leuchtturm von 1896, ist heute noch, nach genau 110 Jahren in Betrieb. Er ist 39 Meter hoch und steht 56 Meter über dem Meeresspiegel auf einem Fels.
Seine enorme Strahlung, welche eine Intensität von einer Million Kerzen hat, strahlt sein Licht über 26 nautische Meilen oder 48 Km aufs Meer hinaus. Um ihn zu besteigen, muss man über 7 Stockwerke und 186 Stufen bewältigen, damit man zuoberst in den Turm hinauf kommt.
Für die meisten früheren Schiffsfahrer, war dieser Leuchtturm der erste Landeplatz, nach der langen Reise seit dem Cape der guten Hoffnung in Südafrika. Genau an diesem Ort trifft auch der Südliche- und der Indische Ozean aufeinander.
Auf dem Weg zum Beedelup National Park, legten wir eine Coiffeurpause ein. Mitten im Wald auf einem Holzbank, schnitten wir dann wieder einmal das "Pelzchen" von Marcel. Da er immer so ungeduldig ist, musste das Ruckzuck gehen. Nach knapp 20 Minuten sassen wir wieder startbereit im Camper. Nach kurzer Fahrt und einem Spaziergang, erreichten wir den Beedelup Wasserfall. Da hier momentan die Trockenzeit herrscht, musste man diesen erst noch suchen. Denn es floss nur ganz wenig Wasser über die Felsen hinab.
Nachdem wir über die Hängebrücke zurück beim Apöllchen waren, fuhren wir weiter in den Warren National Park. Dort besuchten wir bei Dämmerung den "Dave Evans Bicentennial Tree". Dies ist ein 70 Meter hoher Karri Baum, welcher man mittels einer "Eisenstängeli Leiter" besteigen kann. Da es aber schon zu dunkel war, verschoben wir die Besteigung auf den folgenden Tag.


Das Fremantle Gefängnis.

In Fremantle schauten wir uns einer der grössten Frachthäfen Westaustraliens und das historische Fremantle Prison an. Das Fremantle Gefängnis wurde im 1850 von den ersten Gefangenen gebaut. Diese wurden von England nach Australien verlegt, da die Gefängnisse in England komplett überfüllt waren. Da zu dieser Zeit Australien noch keine Bewohner ausser den Aborigine hatte, mussten die Gefangenen dieses Gefängnis selber erbauen.
Es wurde zu dem grössten, von Gefangenen gebauten Gebäude und auch zu dem meist genutzten Gefängnis West Australiens. Im 1894 wurde das ein Kilometer lange Labyrinth von Tunnels, welche sich 20 Meter unter dem Gefängnis von Fremantle befinden, fertig gestellt.
Das Wasser, welches sich in den Tunnels befand, lieferte tausenden von Leuten, welche im 18 Jahrhundert in Fremantle lebten Wasser. Im 1991 wurde das Gefängnis aus Sicherheitsgründen, nach fast 140 Jahren geschlossen und die Insassen wurden ins neue Staatsgefängnis nach Bunbury verlegt.


Kletterpartie.

Am nächsten Morgen machten wir uns klettertauglich. Marcel nahm sich vor, bis ganz hinauf zu klettern, doch Claudia traute ihrer Höhenangst nicht und wollte bis auf die erste Plattform hinauf, welche auf 25 Metern liegt. Er erfreute sich schon auf die Aussichtsplattform ganz zuoberst zu gelangen, welche auf 75 Meter über dem Boden liegt.
Sie wiegt zwei Tonnen und bei kräftigem Wind kann sie sich bis zu 3 Meter hin und her bewegen. Von dieser aus kann man 40 Km weit über den umliegenden Karri Wald sehen.
Da das ganze aber einfacher aussah, als es in Wirklichkeit war, kamen wir mit klopfendem Herzen knapp bei der Mittelstation an.
Als wir wieder sicheren Boden unter unseren Füssen hatten, fuhren wir noch zum "Gloucester Tree", dem zweiten von drei solchen Kletterbäumen, welche früher und noch heute als Buschfeuer Aussichtspunkt genutzt wird.
Dieser ist jedoch "nur" 60 Meter hoch und verfügt nur über eine Plattform ganz zuoberst. Nachdem viele Touristen ohne gross zu überlegen hinaufgeklettert waren, überlegten wir uns, diesen etwas "kleineren" Baum doch noch zu besteigen. Doch wir liessen es sein, da wir nicht unbedingt "ein Risiko" zum herunterfallen eingehen wollten.


Wildschwein und eine Schlange.

Kurz vor der Abfahrt am 19. Dezember, sahen wir noch ein grosses Wildschwein auf unserem Rest Area ( Rastplatz ).
Wir besuchten im d'Entrecasteaux National Park den wunderschönen Mandalay Beach. Der Strand bekam seinen Namen vom Mandalay Segelschiff, welches im Jahr 1911 wegen eines heftigen Sturmes, an diesem Beach unterging.
Auf dem holzigen Gehsteg, welcher uns an den Sandstrand brachte sah Marcel ca. zwei Meter vor ihm eine zwei Meter lange, schwarze Schlange. Erst als er erschrocken zurücktrat, begriff Claudia was vor ihm geschehen war. Zurück beim Parkplatz erklärten uns die Buscharbeiter, das dies eine der giftigsten Schlangen der Welt war. Erleichtert, das wir nur mit dem Schrecken davon kamen, fuhren wir weiter zum Tingle Drive.
Nach einem 800 Meter langen Fussmarsch, erreichten wir einen sehr grossen in der Mitte gespalteten Tingle Baum. Auf einem alten Foto sahen wir sogar, das ein Auto im Spalt Platz hat.


Schweizer Bekanntschaft.

Unser nächster Tag begann mit dem "Ancient Empire Walk", dies ist eine Wanderung, welche unter dem bekannten "Tree Top Walk", durch einen Waldabschnitt voller Tingle Bäume führt.
Anschliessend fuhren wir gegen Albany zu. Unterwegs besuchten wir noch eine Fudge Factory und eine Honig Winery. In der Honigweinerei schauten wir lange dem Bienenvolk zu, welches hinter einer Glaswand zu betrachten war.
Kurz vor Albany schauten wir uns das Green Pool an. Dies ist eine schöne, grünscheinende Bucht.
Dort lernten wir die zwei Argauer Dölf und Petra kennen, welche mit einem Apollo Adventure reisen. Nach einem längeren Gespräch draussen, assen wir gemeinsam in unserem Apöllchen z'Nacht, wobei wir gemütlich zusammen plaudern konnten.


Wetter:

Wir hatten eine wunderschöne Zeit! Regen gab es nie, nur einmal wurden wir ein wenig feucht auf unserer Wanderung im Kalbarri National Park. Auch war es an diesem Tag das erste mal etwas kühler, was uns gerade gelegen kam.
Was uns natürlich auch sehr erfreute, das es in der Nacht ein wenig abkühlte und wir nach der Fahrt keine Klimaanlage mehr brauchten. Ja, sogar der Schlafsack kam wieder einmal zum Gebrach. Ab dem 17. Dezember 06 wurde es auch durch den Tag hindurch kühler, so das wir zum ersten mal seit längerem auch durch den Tag teilweise lange Hosen gebrauchten.