Star World Tour Reporter
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Western Australia


Am 18. November fuhren wir südwestlich auf dem Victoria Highway in Richtung
Kurz nach unserer Abfahrt holten wir einen Schwertransport ein. Es war ein Lastwagen, welcher einen Teil eines „Traxes“ transportierte. Er benötigte mit seinen 58 Rädern, dem Gesamtgewicht von 110 Tonnen und seiner Breite von 4,5 Metern fast beide Fahrspuren (ein normaler LKW hat eine Breite von 2,5 Metern).
Aus Freude und Faszination, fuhren wir mit 80 km/h gut zwei Stunden hinter diesem Riesenmonster her und bestaunten immer wieder, wie er mit anderen LKWs kreuzen konnte.
Da wir noch einige Mangos und Gemüse mit uns führten, (jedoch darf dies nicht über die Grenze genommen werden) kam uns das gemütlich fahren gerade recht, so das wir genügend Zeit hatten diese leckeren Sachen bei einem Stop aufzuessen.
Überall am Strassenrand sahen wir Boab Trees , dies sind ganz dicke und robuste Bäume, welche aus Afrika und Madagaskar stammen. Diese wachsen hier in Australien aber nur im Nordwesten, wo die Hitze alltäglich ist.
Am Abend stockte uns fast der Atem, als wir noch einmal ein in Gegenrichtung kommender Schwertransport von zwei LKWs miterleben durften. Diese waren mit ihren 8 Metern, noch um einiges breiter als der LKW am Morgen, so das wir von der Strasse weichen mussten.


An der Grenze zu Western Australia

Nach der Übernachtung auf dem letzten Rest Area vor der Grenze assen wir zum Frühstück unsere zwei letzten zuckersüssen Mangos (vor gut zwei Wochen pflückten wir sechs Stück, doch zu der Zeit waren sie noch grün).
Bevor wir durch die Quarantäne Station bei der Grenze fuhren, besuchten wir noch im Keep River National Park die Nganalam Art Site, bei welcher wir eine wunderschöne Arch (Steinbogen) und Aborigines Zeichnungen vorfanden.
Kurze Zeit später wurden wir beim Checkpoint nach Früchten, Gemüse, Pflanzen, Honig etc. gefilzt. Wir hatten noch ein wenig Eisbergsalat dabei, welcher der Zollbeamte trotz unserer Angabe nicht beschlagnahmte. An der Grenze mussten wir noch unser Uhren um Eineinhalb Stunden zurückstellen. Die Differenz zur Schweiz ist nun nur noch 7 Stunden.
Somit waren wir in Western Australia, im Staat der Einsamkeit angekommen. Mit 2'525'000 Quadratkilometern nimmt dieser Bundesstaat ein Drittel des Kontinents ein (die siebenfache Fläche Deutschlands), doch nur rund 1,9 Millionen Menschen leben hier, das sind neun Prozent aller Aussies (Australier).
10 km nach der Grenze bogen wir von der kleinen Hauptverbindungsstrasse ab und fuhren weitere 40 km, bis wir zum Lake Argyle, dem grössten Süsswassersee Australiens ankamen. Er entstand durch die Stauung des Ord River und hat nun eine Gesamtfläche von über 1'000 Km2. Nach diesem herrlichen Ausblick fuhren wir mit fast leerem Treibstofftank zum nächsten Dorf Kununurra.
Am Abend, als es ein wenig abkühlte, unternahmen wir einen Spaziergang zu den sogenannten Mini Bungles, welche im Mirima National Park untergebracht sind. Die ''echten Bungle Bungles'' liegen auch in der Kimberly Region, doch die sind einige hundert Kilometer von Kununurra entfernt und nur auf einer 4x4 Strecke erreichbar.
Die Bungle Bungles sind hauchdünne Gesteinformationen, für deren Modellierung die Natur Jahrtausende gebraucht hatte. An diesem Abend nutzten wir das Telefon in dem gekühlten BP Tankstellenshop, um wieder einmal in die Schweiz zu telefonieren. Auch fiel uns auf, das nach der neuen Uhrzeit die Sonne schon um 17.35 Uhr untergeht.